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Unruhe

 

Mit dem Sensibilisieren auf das Bekannte und Gewohnte wird der Blick auf das noch nicht erkannte Unbekannte, auf etwas Ungewohntes, etwas Irritierendes, vielleicht auch etwas Unbequemes frei oder initiiert die Lust, Konstruktionen zu dekonstruieren. Das Unbekannte überrascht, beunruhigt, lässt etwas erahnen, weckt die Neugierde das zu entdecken, was bisher noch unverstanden, rätselhaft oder fremd war und abgelehnt, provoziert oder verwundert betrachtet wurde; die Auseinandersetzung mit dem „Anderen“ löst Fragen aus, über die man nachdenken, die man verfolgen will, die vielleicht vorerst auch Skepsis, Bedenken oder Unbehagen auslösen.

Wie dem auch sei, die Unruhe schein die Quelle der Motivation und Anstifterin dafür zu sein, Neues zu entdecken, Möglichkeiten zu eröffnen, wachsam zu beobachten und über das Gewohnte hinauszuwachsen. Die Unruhe eröffnet eine Spurensuche und ist stets bedacht darauf, in Bewegung zu bleiben.

 

Theaterästhetische Ebene

 

Mit einem Überraschungsmoment können Wahrnehmungssituationen verändert und dabei gemeinsam ausgewählte oder individuelle Spuren in ihrer alltäglichen Bedeutung verlassen werden.

Ein Eröffnen verschiedener Wahrnehmungszugänge an und mit der Spur (körpereigene Wahrnehmungsinstrumente, Forschungswerkzeuge (Lupe, Aufnahmegerät etc.), Spielformen) ermöglicht eine Distanzname von gewohnten Zuschreibungen und einen Fokuswechsel hin zu neuen Sinneserfahrungen. (Was macht die Spur mit mir? Was bewegt sie?)

Dabei wird das Selbstverständliche der subjektiven Sicht auf die Welt (auf diese Spur) in Frage gestellt und die gewohnte Leseart X ist X in „Unruhe“ versetzt. Gelingt es dabei die Neugier zu wecken, kann diese eine andere, eigensinnige, ungewohnte, freche, neugierige Spurensuche (X ist X ist nichtX) initiieren.

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