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Experimentieren

 

Eine ausgewählte Spur (oder eine Spurenkombination) trifft auf ein Forschungsinstrument. Und schon kann es losgehen mit dem Experimentieren und Erfinden. Dazu gibt es viele frei kombinierbare Ausgangspunkte. Gemeinsam begeben sie sich gegenseitig inspirierend oder abweisend auf ein Experimentierfeld, wirken aufeinander ein und bewegen sich gegenseitig. Was dabei erfunden wird, liegt im Wesen des Experimentes jenseits eines planbaren «Erfindung». Das einzige, was zu diesem Zeitpunkt feststeht ist, dass man beim Experimentieren noch nicht weiss, was passieren oder was herauskommen wird oder wie sich etwas entwickelt.

Experimentieren eben!

Theaterästhetische Ebene

Eine Auswahl gesammelter Spuren trifft auf theatrale Improvisationsmodelle oder Darstellungsformen. Diese Wahl kann zufällig sein oder aber durch die Spurensammlungen inspiriert werden. (Beispiel: Ein gefundener Schuh und eine Zeitung liegen vergessen auf der Parkbank. Nun kann kombiniert mit einem Improvisationsmodell die Möglichkeit entstehen, die Objekte und den Spielort als Inspirationsquelle für eine neue Geschichte zu nutzen. (Der Inhalt / die Geschichte umfasst das Geschehen und setzt einen Fokus auf eine vorgeschlagene Welt. Der Inhalt kann auf unterschiedliche Weisen, z.B. als traumhafte, alltagsnahe, symbolische, fiktive Geschichte erzählt werden.) Aus diesen Experimenten mit unterschiedlichen „X ist X“ (ein gefundener Schuh ist ein gefundener Schuh), können szenische Versuche, thematische Vorlieben, die Wünsche nach Figuren sichtbar und hörbar werden. Gleichzeitig wird die Auseinandersetzung mit dem, was (noch) nicht ist („nichtX“), ermöglicht.

Dies benötigen Spiel- und Freiräume, welche den einzelnen Gruppen zur Ausarbeitung oder Weiterentwicklung zu einem Spielstück dienen.

Begleitet wird diese Phase des Erfindens mit der Frage nach einer sich abzeichnenden Aussage in Verbindung mit einer Zeichenhaftigkeit und Symbolhaftem. (Aussage gibt ein Statement über meine Sicht auf die Welt wieder. Welches Statement will gesetzt werden?  Was möchte eigentlich gesagt werden? Zu was versucht die Geschichte anzuregen, auf was weiset sie hin? Welche persönlichen Anliegen sind damit verbunden? Welche Erfahrungen wollen neu oder anders erzählt werden?) Vielleicht lassen sich zudem aus Beobachtungen weitere theatrale Spielformen ergänzen (Bewegungstheater, Figurentheater, Tanz …). 

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